Mein Auslandspraktikum in Wien- Österreich

Ich, Corinna Dierer, war vom 25.08.2018 bis 15.09.2018 in Wien und machte dort ein Praktikum bei der Stadtverwaltung Wien im Standesamt des Stadtteils Ottakring. Da ich mit einer Freundin, die auch ein Praktikum in Wien gemacht hat in einer Ferienwohnung in der Nähe des Stadtzentrums gewohnt habe, hatte ich außerhalb der Arbeit wenig direkten Kontakt mit „Einheimischen“, außer natürlich beim Essen gehen, Einkaufen, in der U-Bahn und beim Sightseeing. Unser WG-Leben lief aber ziemlich gut. In der Arbeit hatte ich umso mehr mit einheimischen Kollegen, aber auch sehr multi-kulturellen Kunden zu tun, da Ottakring für seine kulturelle Vielfältigkeit bekannt ist. Manchmal war es schwierig meine Kollegen zu verstehen, da es auch spezielle österreichische oder wienerische Ausdrücke gibt; mit Kunden musste ich manchmal Englisch reden. Meine Kollegen waren supernett. Ich durfte jedem über die Schulter schauen, ich wurde in den Mittagspausen mitgenommen und man hatte immer Zeit und Geduld für meine vielen Fragen. Natürlich haben wir auch private Themen besprochen. Auch ich musste viele Fragen beantworten, wie das denn in Deutschland so alles ist.

Ich selbst habe oft zugeschaut wenn Standesbeamte Urkunden ausgestellt haben oder Auskünfte gegeben haben, ich durfte auch bei Trauungen dabei sein. Selbst durfte ich Geburten nacherfassen, das heißt im Computersystem eingeben. In Österreich sollen seit 2014 alle Geburten- und Ehebücher online geführt werden. Da nicht sofort alle Daten im System sind, werden sie zu gegebener Zeit nacherfasst, sodass später einmal die alten Papierbücher überflüssig sein sollen. Zudem saß ich mit am Empfangsschalter und habe Sterbefälle entgegengenommen und mich um den Druck der Sterbeurkunden gekümmert. Interessant war das österreichische Recht, z. B. bei der Namensgebung bei einer Hochzeit oder bei einer Geburt. Im Vergleich zu Deutschland fand ich das Klima in der Arbeit lockerer, was aber auch an meinem tollen Chef gelegen haben könnte. Obwohl man vorher gehört hatte, dass Wiener etwas schlecht gelaunt seien, habe ich das so nie empfunden. Alle waren supernett und aufgeschlossen mir gegenüber. Auch den sogenannten Wiener Schmäh konnte man schon, besonders bei Männern, erkennen. Dass es ein Problem zwischen Österreichern und Deutschen geben soll, hat sich mir nicht gezeigt. Schön war natürlich die Freizeit in Wien, weil die Stadt so viel zu bieten hat. Es reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Besonders schön war der Park des Schlosses Schönbrunn, sowie der Zoo, das Haus des Meeres und das Indoor-Skydiving, aber auch der Prater. Man konnte bei tollem Wetter schön an der Donau oder am Kanal sitzen. Alles in allem sehr gute Erfahrungen und tolle Erlebnisse!!