Auslandspraktikum in Malta

Nach einem Informationsschreiben und einem Gespräch mit unserer Mobilitätsberaterin Frau Hof entschied ich mich dazu, ein 4-wöchiges Praktikum auf Malta zu absolvieren. Am 01. September begann meine Reise am Flughafen Köln - Bonn. Nach etwa 2,5 Stunden landeten wir auch schon. Auf Malta angekommen, wurde ich vom Fahrer Mario begrüßt und zu meiner Gastfamilie gefahren. Ich lernte Louis meinen Gastvater und seine beiden Söhne Luigi und Francesco kennen. Gleich am ersten Abend luden sie mich in ein maltesisches Restaurant ein, damit wir uns besser kennenlernen konnten. Am nächsten Morgen inspizierten wir gemeinsam meinen Weg zur Arbeit. Als wir in Valletta ankamen, war ich einfach nur überwältigt von der schönen Altstadt. Überall gab es kleine Gassen mit einer Vielzahl an individuellen und interessanten Restaurants, die Sitzmöglichkeiten auf der Straße anboten. Von dort konnte man das emsige Treiben der Touristen beobachten. Valletta bietet für Jeden etwas und lässt kaum Wünsche offen. Am Montagmorgen, begann der erste Arbeitstag. Es gab ein Begrüßungsmeeting durch die Organisation Easy Job Bridge und kurz darauf wurden wir schon in unseren Betrieben untergebracht. Ich arbeitete in der Easy School of Languages, die Sprachkurse für Englisch anbot. Meine Aufgabe war es, unter anderem “Welcome Parties” für die Schüler zu organisieren, sowie all Ihre Fragen und Wünsche zu beantworten und zu bearbeiten. Das Auswerten der Sprachtests und die Eventplanung für die Schüler gehörten auch zu meinen täglichen Tätigkeiten. Mir kam das Team mit dem ich arbeitete, wie eine kleine Familie vor und ich wurde schnell ein Teil von ihr. Nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer, gaben mir verschiedene Aufgaben. Aber der Spaß blieb nie auf der Strecke. Auf einem Bootsausflug am ersten Samstag meines Aufenthaltes lernte ich meine neuen Arbeitskollegen besser kennen.

Die Arbeit nahm zwar ein großer Teil meines Praktikums ein, aber es blieb auch genügend Zeit für Freizeitaktivitäten. Schon in der ersten Woche fragten mich die Schüler, ob ich nicht am Wochenende zum Salsa tanzen mitkommen wolle. Wir trafen uns am Freitagabend in Paceville, dem Partyviertel von Malta, in einer kleinen Bar. Es war sehr gesellig, denn es wurde viel Konversation auf Englisch geführt und ausgiebig getanzt. Am Sonntag fuhr ich dann zum Golden Beach, einem wundervollen Strand im Nordosten der Insel. Bei ruhigem Wetter ist das Wasser kristallklar und bietet eine atemberaubende Atmosphäre zum Entspannen. In der Stadt Attard, in der die Gastfamilie ansässig war, befindet sich der San Anton Palace. Es ist der Palast des Präsidenten von Malta und ist umgeben von öffentlichen Gärten, die zu schönen Spaziergängen einladen. Nach einigen Erkundungstouren fand ich auch den Ta’ Qali Nationalpark, ein sehr großes Arial mit schönen Grünflächen und einem Fußballstadium. Ein gut ausgestatteter Outdoor- Fitness Bereich, der für jedermann zugänglich ist, war mein persönliches Highlight.

In einer Gastfamilie zu leben war eine sehr schöne Erfahrung. Mein Gastvater Louis veranstaltete einmal die Woche einen Grillabend für Freunde und die Familie, zu dem ich immer herzlich eingeladen war. Auch die Mahlzeiten, die er mir zubereitete, waren immer unterschiedlich und ausgewogen. In den nächsten Wochen der Arbeit waren die Aufgaben immer sehr abwechslungsreich. Montags und freitags waren sie meist am umfangreichsten, da dann die Schüler an- und abreisten. Es mussten die Begrüßungsmappen angefertigt, Zertifikate erstellt und die Transfers zum Flughafen organisiert werden. Ab und an durfte ich auch mitfahren um neue Gastfamilien und Wohnungen für Schüler zu inspizieren. Wenn man Malta besucht, sollte man sich auf keinen Fall die Inseln Comino und Gozo oberhalb von Malta entgehen lassen. Man sollte auch genügend Zeit einplanen, um die Sehenswürdigkeiten von Valetta zu erkunden. So bieten die Lower und Upper Bakkara Gardens eine Möglichkeit, sich nach dem Sightseeing im Schatten der Palmen auszuruhen. In den Upper Bakkara Gardens findet jeden Tag um 12:00 Uhr und um 16:00 Uhr eine traditionelle Präsentation der Maltesischen Garde statt, die "Saluting Battery". Dort wird eine Kanonenkugel verschossen, die die Mittagszeit und den Sonnenuntergang verkündet. Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ein Auslandpraktikum auf Malta eine tolle Erfahrung ist und ich jedem Auszubildenden raten würde, diese Chance zu ergreifen. Ich bin meinen Ausbildungsbetrieb - der Handwerkskammer Düsseldorf - sehr dankbar, dass sie mir solch eine Erfahrung ermöglicht hat.