Auslandspraktikum in Malta

Ich lerne Erzieherin. Da ich mich schon immer für den Ausland interessiert habe und ich auch schon durch das England Auslandspraktikum die Erfahrung machen konnte, entschied ich mich auch bei diesem Erasmus Projekt teilzunehmen. Meine Reise führte mich nach Malta und ganz genau nach Hamrun, ein kleines Dorf in der Nähe von Valletta. Hier wohnte ich in einem Apartment mit 6 weitere Erasmus Studenten, alle aus Berlin. Da wir alle aus Berlin kamen und u.a. auch meine Freundin dabei war, war es uns nie Langweilig. Schnell fiel mir auf, dass Malta ein katholisch geprägtes Land ist, da es über 365 Kirchen gibt und die Schulen auch fast alle katholisch geprägt sind.

Durch George und „Gateway Europe“ hatte ich ein wirklich toller Arbeitsplatz. Die Schule, wo ich mein Auslandspraktikum machen konnte heißt „St. Albert the Great Collage“ und befindet sich mitten in Valletta. Meine Praktikumstelle war nur 10 min mit dem Bus entfernt. In der Schule habe ich mich seit dem ersten Tag schon wohl gefühlt, da die Lehrer und Lehrerinnen die da arbeiteten sehr freundlich waren und mir auch sehr viel geholfen haben und viel erklärt haben. Dort habe ich immer von 8 bis 14 Uhr gearbeitet. Die Schule ist sehr Katholisch geprägt. Sie haben einen Pfarrer und jeden Morgen, sowie um punkt 12 Uhr und vor Schulschluss wird noch gebeten. Genau weil es eine Katholische Schule ist, ist sie sehr Jungs geprägt. Erst im ersten, zweiten und dritten Jahr sind auch Mädchen zu finden. Ab Jahr 4 sind alle reine Jungs Klassen.

Die zweite Amtssprache auf Malta ist Englisch. Daher sprechen alle Malteser neben Malti auch Englisch. In der Schule finden fast alle Unterrichtsstunden auf English statt, außer natürlich Malti und Religion Unterricht. Dennoch machen manche Lehrer den Unterricht auch auf Malti, da es viele Kinder leichter fällt. Die maltesische Sprache ist eine sehr interessante Sprache mit Elementen aus der arabischen Sprache und englischen, französischen sowie italienischen Einflüssen. Ich fand es sehr schön, wie viel Interesse die Kinder an der deutsche Sprache zeigten und mir auch viele Malti Wörter beibrachten. Nach der Arbeit war es immer Freizeitgestaltung. Jeden Tag nach der Schule haben ich und meine Freundin die Zeit auch genutzt, um Malta zu erkundigen und schöne Orte zu sehen. Das Wetter in Oktober war sehr angenehm, wir hatten bestimmt jeden Tag noch 25 bis 27 Grad. Beim Laufen haben wir geschwitzt und dann in einer Klimatisierte Schule oder Busse zu gehen war gesundheitlich nicht immer ein Vorteil. Deswegen war es für mich nicht immer positiv.

Das Leben in Malta ist geprägt durch das traumhafte Wetter und das Meer. Wir haben regelmäßig am Strand gechillt oder an den „Dingli Cliffs“ den Sonnenuntergang genießt. Neben den vielen Küsten und Stränden, die Malta zu bieten hat, sind Valletta, Mdina oder auch die Nachbarinseln Gozo und Comino sehr schöne Ausflugsziele. Im Vergleich zu Malta bieten sie viel Natur und laden zum Wandern und Entdecken ein. Weitere schöne Orte sind z.B. Cospicua (Bormla) , Senglea(Il-Isla), Vittoriosa (Il-Birgu) , Gzira, Saint Julian, Sliema, Marsaxlokk, Rabat, Mellieha, Mosta, Saint Paul usw.

Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich das öffentliche Verkehrssystem. Viele Busse kamen nicht oder mit einer großen Verspätung, sodass meine Freundin und ich schon ab dem zweiten Tag lieber 45 min zur Schule gelaufen sind, als 10 min mit dem Bus zu fahren. Oft haben wir uns auch verfahren und ärgerten uns, dass wir 3 Stunden brauchten nach Hause. Wenn ich jetzt wieder darüber nachdenke sind es schöne Erinnerungen, worüber man gerne lacht.