Praktikum in Dänemark

Deutscher Kindergarten Ringridervej

Abschlussbericht, des Auslandspraktikum in Dänemark. Im Rahmen meiner dreijährigen Ausbildung, zur Erzieherin, bekam ich die Chance mein halbjähriges Pflichtpraktikum im Ausland zu absolvieren. Diese Chance nahm ich natürlich wahr und entschied mich schnell für ein Praktikum in Dänemark. Das Interesse an der dänischen Kultur und der Wunsch dort eines Tages leben zu können, begleitet mich schon eine Weile. Ich war sehr glücklich über die Möglichkeit, dem Interesse endlich nach gehen zu können. Doch ohne die finanzielle Unterstützung, durch Erasmus, wäre dieses Unterfangen für mich nicht möglich gewesen. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür. Dänemark, ist vergleichsweise, ein teures Land, was aber viel zu bieten hat. Vor allem was die sozialen Strukturen angeht. Aufgrund meiner Arbeit in dem Kindergarten „deutscher Kindergarten Ringreiterweg“, war ich sechs Monate Teil dieses Systems und konnte es hautnah miterleben. Auch wenn es eine „deutsche Einrichtung“ in Dänemark war, lassen sich einige Unterschiede zu Einrichtungen in Deutschland feststellen. Zum einen ist die pädagogische Haltung der Erzieher*innen viel fachlicher fundiert. Sie können jede Handlung pädagogisch Begründen. Es wird ein familiärer Umgang mit den Klienten*innen gepflegt und viel Wert auf Partizipation gelegt. Außerdem arbeiten Pädagogen*innen in dänischen Einrichtungen nicht mehr als 33 Stunden in der Woche, bekommen jedoch denselben Lohn, wie ein Pädagoge*in vergleichsweise in Deutschland. Außerdem arbeiten die Einrichtungen viel autonomer, mit eher wenig Vorgaben von den Kommunen. Insgesamt kann ich sagen, dass mein Aufenthalt in Dänemark mir vieles offenbart hat. Mein Wunsch nach Dänemark auszuwandern hat sich nochmal verstärkt. Es ist schade, dass ich keine komplett dänische Einrichtung besuchen konnte. Das lag aber hauptsächlich an den fehlenden Sprachkenntnissen. Obwohl die dänische Sprache der deutschen sehr ähnelt, ist sie doch eher schwer sie zu erlenen. Aber ich bin motiviert und werde versuchen, meine gewonnen Sprachekenntnisse weiter zu vertiefen.

Ich bin froh, dass ich den Mut hatte und diesen Schritt gegangen bin. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Nicht nur meine persönlichen Kompetenzen könnte ich erweitern, sondern auch in Bezug auf meine Arbeitsweise und meine pädagogische Handlungsweise, konnte ich viel neues lernen. Ich habe viele neue Bekanntschaften gemacht und bin stolz auf mich, allein in einem fremden Land so gut zurecht gekommen zu sein. Ich kann nur jedem empfehlen, wenn die Möglichkeit besteht, auch solch eine Erfahrung wahrzunehmen und sein Horizont, auf ganz neue Art und Weise zu erweitern.

Anna Isabell Groll, Erzieherin